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Adresse

Zentrallabor - Gerinnungsambulanz
Zentrum Innere Medizin - A4
Oberdürrbacher Straße 6
97080 Würzburg

Termine Gerinnungsambulanz

+49 - (0)931 - 201 - 45 411
Mo 14:00 - 15:30 Uhr
Di & Do 9:00 - 11:00 Uhr

Leitung Zentrallabor
Dr. med. Udo Steigerwald

Sekretariat - Fr. Winterholler
Tel: +49 - (0)931 - 201 - 45 011
Fax:+49 - (0)931 - 201 - 6 45 011
zl-office(at)klinik.uni-wuerzburg.de

 

Präanalytik

Unter Präanalytik wird die Regelung aller Teilprozesse von der Probengewinnung beim Auftraggeber (Station, Ambulanz) über den Probentransport bis zur laborinternen Bearbeitung mit dem Ziel der Unversehrtheit des Probenmaterials verstanden.

Für die Phase der Patientenvorbereitung ist der behandelnde Arzt (Probennehmende) verantwortlich. Spezielle Informationen zur Patientenvorbereitung (Berücksichtigung von Nahrungs- und Genussmittel-Karenz, Medikamenteneinnahme u.a.), Wahl des Probenmaterials (richtiger Stabilisator), Indikation der Untersuchung finden sich im Vademecum des Zentrallabors.

Bei Fragen erreichen Sie unsere Probenannahme unter Tel 201-45444.

Die Standard Arbeitsanleitung (SOP), die die gesamte Präanalytik beschreibt, finden Sie hier (nur Intranet).

Das Vademecum informiert über:
- Art, Menge des benötigten Probenmaterials
- notwendige Stabilisatoren
- ggf. von der Routine abweichender Zeitpunkt der Probennahme
- ggf. von der Routine abweichende Patientenlagerung während der Blutentnahme
- Haltbarkeit des Analyten in-vitro (wichtig für Nachmeldungen) und in-vivo
- Untersuchungshäufigkeit im Zentrallabor
- und ungefähre Kosten

Das Vademecum ist im Intranet, über unsere Homepage http://www.zl.uk-wuerzburg.de und über Lauris (gezielt bei der Erstellung eines Untersuchungsauftrags) abrufbar.

Anforderungssystem/-formulare

Im Universitätsklinikum Würzburg werden mit dem sog. LAURIS elektronisch Labor-Untersuchungsaufträge angelegt:  Im Lauris können die Laboraufträge zusammengestellt und die dazugehörigen Klebeetiketten ausgedruckt werden.

Auf den Klebeetiketten ist das zu verwendende Probenröhrchen (Serum, Citrat, EDTA u.a.) vermerkt. Zusätzlich sind die Patientdaten und ein Barcode-Feld abgedruckt. Der Barcode enthält verschlüsselt die Informationen für den Untersuchungsauftrag.

Die Anwendung des Lauris wird auf unserer Homepage http://www.zl.uk-wuerzburg.de demonstriert bzw. während regelmäßig stattfindender Schulungsveranstaltungen (siehe SMI Schulungstermine) vermittelt.

 

Laboranforderungen zu Studienzwecken

Studien sind grundsätzlich im Zentrallabor anzumelden. Ausführliche Informationen stehen unter Studieninformationen zur Verfügung.

 

Entnahme und Handhabung von Laborproben

Siehe hierzu auch : http://www.zl.uk-wuerzburg.de  ->Vademecum

Korrekte Blutentnahme bzw. richtige Gewinnung der Primärprobe: Richtiger Patient! Vor BE Patientenidentität überprüfen. Einverständnis des Patienten vor speziellen Untersuchungen einholen und dokumentieren.


Richtiger Zeitpunkt!
Standardisierte Blutentnahme bei Patienten i.d.R. morgens, nüchtern, vor der Medikamenten-Einnahme und im Liegen. Bei speziellen Bestimmungen sind auch besondere Abnahmezeiten und Vorbereitungen zu beachten. Zum Beispiel:

Medikamente:
Tal- und Spitzenspiegel (Talspiegel vor der nächsten Medikamentengabe, Spitzenspiegel – je nach Medikament! – ca. ½ bis 2 Stunden nach Medikamentengabe -> siehe Fachinformation)

Hormone:
circadiane Rhythmik beachten

Funktionstests:
oft mehrere Blutentnahmen zu festgelegten Zeiten notwendig

 

Richtige Lagerung des Patienten!
Für spezielle Untersuchungen (z.B. spez. Hormonbestimmungen) sollte die Blutentnahme streng im Liegen erfolgen (morgens ohne vorheriges Aufstehen).
Bei Abnahme im Sitzen ist eine mehr oder weniger ausgeprägte Verschiebung der Wertelage möglich!

 

Richtiges Probenröhrchen!

siehe: Entnahme-Röhrchen (Fa. Sarstedt) zur Analytik im Zentrallabor

Anforderung über das Lauris-System:
Für jeden Analyt ist das richtige Entnahmeröhrchen hinterlegt. Auf den über Lauris ausgedruckten Klebeetiketten ist das zu verwendende Probenröhrchen (Serum, Citrat, EDTA u.a.) vermerkt. Überprüfung des Klebeetiketts auf dem vorgerichteten Röhrchen vor Probennahme.

Die in der Klinikroutine eingesetzten Entnahmesysteme sind über das Zentrallager  (s.u.) zu bestellen. Einzelne Entnahmeröhrchen für Sonderbestimmungen (z.B. Multiplate, in-vitro Blutungszeiten, Metall-Monovette, etc.) sind über die Probenannahme im Zentrallabor erhältlich.

Richtige Punktionsstelle!

Im Allgemeinen wird eine Blutentnahme an den Venen der Unterarme oder Hände durchgeführt.

Vorsicht ist bei venöser Punktion geboten, wenn gleichzeitig Infusionen am selben Arm appliziert werden (ggf. Pausierung der Infusion vor/während Blutentnahme bzw. Punktion am anderen Arm). Bei Blutabnahme aus venösen/arteriellen Kathetern muss vorher eine ausreichende Menge an Blut abgenommen und verworfen werden, um Vermischung mit Infusionen/Heparin u.a. zu vermeiden. Falls Medikamente durch die Katheter appliziert werden, ist vor einer Blutentnahme mit einer geeigneten Infusionslösung durchzuspülen.

CAVE: 3-Wege-Hähne! Hier können sich geringe Medikamenten-/Infusionsmengen festsetzen und ggf. zu einer Verfälschung empfindlicher Analyte (z.B. Methotrexatkonzentration oder der PTT) führen.

Richtige Durchführung der Blutentnahme!

Venöse Blutentnahme möglichst ohne vorherige Stauung bzw. nach möglichst kurzer Stauung (<½ Min.), ggf. Staubinde nach längerem „Suchen“ nochmals lösen und dann erneutes Anlegen der Stauung vor der eigentlichen Punktion.

Kein Klopfen der Punktionsstelle!

Kein „Pumpen“!

Kein „Rumstochern“!

 

Lange Stauzeiten - am empfindlichsten reagieren:

- Hämolyseparameter: Ansteigen von Kalium, LDH (Zelluntergang)

- Hämostaseparameter: PTT, Thrombinzeit (Einsetzen der Gerinnung ð somit Verbrauch der Gerinnungsfaktoren)

- Zellzahlen, Hämatokrit, große Moleküle (v.a. Proteine): Ansteigen der Werte

 

Richtige Reihenfolge der Röhrchen bei der Entnahme!

Blutkultur vor

Serum vor

Gerinnung vor

Blutbild vor

Proben mit Heparin als Antikoagulanz vor

Proben mit Hämolysehemmern (z.B. Fluorid)

 

Proben, die Patienten selber gewinnen:

z.B. Stuhl-, Spontanurin- und Sammelurin:

Die Qualität der gewonnen Probe hängt von der Information des Patienten über die korrekte Probengewinnung ab.

 

Sammelurin:

Beginn der Sammelperiode nach dem 1. Morgenurin und Ende der Sammelperiode (24 h) mit dem 1. Morgenurin. – Sammelurin gut durchmischen, eine oder ggf. mehrere Urin-Monovetten aufziehen und diese mit Klebeetikett versehen in entsprechender Transportverpackung an das Zentrallabor schicken. Nicht vergessen: Sammelurinmenge auf Klebeetikett eintragen!

Urin-Sammlung mit Säurezusatz bei: Vanillinmandelsäure (VMS), Katecholaminen, 5-HIES und Calcium. Weitere Informationen siehe Vademcum.

 

Schutzmaßnahmen beachten!

CAVE: Nadelstichverletzungen!